Willkommen im Weblog von Yves Luther

Murmel – Ein vielversprechender Nuzzle-Nachfolger erscheint zu einer Zeit, in der Twitter auf einen toxischen Tiefpunkt zusteuert

Durch Zufall habe ich vor kurzem über Bare, einem minimalen Twitter Timeline Reader im Web, via E-Mail und als RSS-Feed, dessen große Schwester Murmel entdeckt. Murmel ist über die gleichen Kanäle wie Bare erreichbar, hat aber die geniale Fähigkeit der von Twitter gekauften und dann eingestellten App Nuzzle geerbt: Nämlich Links samt Vorschau zu aggregieren, die von Personen denen du auf Twitter folgst geteilt werden. Ob ein Link aggregiert wird, kann über die Teilungshäufigkeit und Angabe eines Zeitfensters definiert werden.

Da die Twitter Timeline schon vor der drohenden Elon Musk Übernahme zur Jauchegrube mutieren kann – wenn man nicht einen 3rd Party Client benutzt und die Menschen, denen du folgst, auf das akribischste auswählst – ist ein Dienst wie Murmel die “Last line of defense”. Richtig konfiguriert aggregiert Murmel geteilte Links in Abhängigkeit wieviele Personen (1, 2, 3, 4, 5+) diese in einem Zeitraum (24 Stunden, 2, 3, 4, 5, 6 oder 7 Tagen) geteilt haben. Klar, wessen Timeline voll von Schwurblern ist, hat auch eine Tonne Schwurbler-Links – da reißt auch Murmel nicht das Beste der Menschheit raus.

Für mich war und ist der größte Nutzen von Nuzzle und Murmel halt, dass ich keine coolen Links mehr verpasse, die von mehr als zwei Personen in den letzten 24 Stunden geteilt wurden. Das aggregierte Ergebnis wird mit hübschen Previews sowie Avatarbildchen von den teilenden Personen angezeigt.

Mit einem Klick auf “Show more” werden alle Tweets angezeigt, die diesen Link geteilt haben. Und wer die volle Dröhnung haben will, kann den geteilten Link auch als Suchanfrage auf der Twitter Website absenden.

Weitere Darreichungsformen sind eine E-Mail-Zusammenfassung:

Oder auch als RSS-Feed im RSS-Reader deiner Wahl:

Das ist eine interessante Variante, die soeben auch die geschätzte Reeder RSS App seit Version 5.2, nativ anbietet:

Bleibt zum Schluss das gute Gefühl, dass Murmel und Bare von einer deutschen Firma IN2 Digital Innovations GmbH angeboten werden. Was hoffentlich Gutes verheißt, da man beiden Diensten seine Twitter Credentials anvertrauen muss und dort hoffentlich kein Schindluder mit getrieben wird. Soweit sieht aber alles tippitoppi aus.

Murmel kostet 5 € im Monat und die werde ich schon bei diesem Leistungsumfang mit Kusshand bezahlen. Genau wie Bare können beide Dienste für 30 Tage kostenlos genutzt werden. Bare kostet übrigens 2 € im Monat und würde ich mit Twitterrific nicht schon eine absolute Lieblings-App haben, wäre das eine interessante Konsumart.

PS Murmel funktioniert mobil als Web App super gut – aber vielleicht wäre eine echte App noch ein bisschen geschmeidiger. Wobei es Twitter neuen Drittanbieter-Apps mit den begrenzten User-Tokens echt schwer macht. Buuuhhh.

Eine eigene Mastodon-Instanz kann man sich bei https://masto.host für 6 € im Monat mieten. Läuft total rund, immer up-to-date und ideal, wenn du Bock auf eine eigene Mastodon-Community hast aber keinen auf selber hosten. Ganz großer 👍🏼 von mir.

Aus gegebenen Anlass: @yves@luther.social / https://luther.social/@yves – keine Cross-Posts von Twitter, demnächst auch mit mehr Toots von mir (versprochen) und eine bunte Gemeinschaft, der ich folge. Macht Spaß.

You probably know that Netflix is using a really strange system to categorize it films and tv shows. Indeed, there isn't any categories tab... We have the solution, with this site, you will be able to find categories by a little code.

Netflix scheint seinen Empfehlungsalgorithmus zugunsten von „Hier ist der neueste und heißeste Scheiß“ aufgegeben zu haben. Die Rettung ist diese Code-basierte Kategorienübersicht. Ge-bookmarked.

If the Ethernet port on the TS4 or TS3 Plus can not obtain IP address from DHCP server or does not have any network traffic even it is connected to your router / switch properly, this might be related to your previous network setting in macOS or “Energy Efficient Ethernet” compatibility.

Das Problem hat mich mit meinem alten Intel 16" MacBook Pro und einem CalDigit TS3 Plus in den Wahnsinn getrieben. Und wer war Schuld? Apple natürlich.